Die Gründung der waffenstudentischen Pennalien in Oberösterreich

Die Gründungsgeschichte der Pennalien ist eng mit dem Gedankengut der Urburschenschaft und den Idealen von 1848 verbunden.

1815 entstand in Weimar die mutmaßlich erste burschenschaftliche Schülerverbindung, am Wartburgfest 1817 nahmen bereits zahlreiche Gymnasiasten als Zaungäste teil. Der spätere Burschenschafter Franz von Florencourt gründete am Gymnasium in Braunschweig 1819 einen burschenschaftlichen Bund, der sich, sogar an den Universitäten, Gymnasien und Lyceen in Linz, Salzburg und Innsbruck Fuß fassen konnte. Bald gab es in der ganzen österreichischen Monarchie von deutschem Freiheitsgeist getragene Schülerverbindungen.

In Linz wurde 1866 im Gasthaus „Zur deutschen Eiche“ von 11 Oberrealschülern die pennale Burschenschaft „Quercus“ gegründet.

Die Heute im Verband existieren Pennalien bekennen sich zum deutschen Volkstum und zu einem demokratischen österreichischen Staat; parteipolitische Betätigung ist ausgeschlossen. Die Verbandstätigkeit ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet und bezweckt:

  • Pflege aufrichtiger Freundschaft unter seinen Mitgliedern,
  • Pflege des deutschen Volkstums und Gesanges, der Musik, der wissenschaftlichen und kulturellen Bildung,
  • Förderung der Zusammenarbeit aller oö. pennalen und fachstudentischen Corporationen gleicher Zielsetzung an höheren Schulen und ähnlichen Lehranstalten,
  • Vertretung und Förderung gemeinsamer Angelegenheiten, insbesondere in schulischen Belangen,
  • Pflege waffenstudentischer Sitten und Bräuche, sowie die Förderung der Geselligkeit,
  • Sportliche Betätigung.