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Kontaktperson:
Ing. Hubert Umlauf

Das fachstudentische Corps Normannia Brünn zu St. Florian ist eine farbentragende, waffenstudentische pennale Verbindung.

Farbentragend heißt, daß die Mitglieder bei Ihren Veranstaltungen färbige Mützen und Bänder tragen. Normannia trägt die Farben Grün. Weiß, Gold mit einer grünen Mütze.

Waffenstudentisch heißt, daß die aktiven Mitglieder (Fuxen und Burschen) Fechtsport betreiben und Mensuren fechten.

Wir vom Corps Normannia haben uns zum Grundsatz gemacht, gegenseitige Freundschaft nach Grundsätzen alten Studentenbrauchtums zu pflegen. Mit dem Wahlspruch »Ehre - Freiheit - Vaterland« verfolgen wir auch heute noch wie die ersten waffenstudentischen Körperschaften ein freiheitsbetontes, von edlen Grundsätzen geprägtes, vaterlandsliebendes Weltbild. Denn wie kann ein junger Mensch ein verantwortungsbewußtes Glied der Gesellschaft werden, wenn ihm sein Vaterland gleichgültig ist?

Normannia wurde bereits 1911 in der mährischen Stadt Brünn gegründet. Durch die geschichtlichen Wirren wurde jedoch die deutschsprachige Bevölkerung und mit ihr Normannia 1945 nach Wien vertrieben, wo die Tradition von der verbliebenen alten Herren weitergepflegt wurde.

Mit der Errichtung der HLBLA St. Florian im wurde Normannia in St. Florian reaktiviert und hat damit in Oberösterreich eine neue Heimat gefunden. Im November 1970 traten die ersten Schüler als Fuxen der Verbindung bei und haben damit den Aktivbetrieb wieder aufgenommen.

Für viele Schüler wurde Normannia seither eine sinnvolle Ergänzung zu Schule und Internat. Besonders die Veranstaltungen, wie Vorträge, Kneipen und fröhliche Feste, aber auch die Pflege unserer Traditionen und Ideale sind für viele eine wertvolle Bereicherung.

Das studentische Leben ist erfüllt von Veranstaltungen verschiedenster Art. Man trifft sich regelmäßig auf der Bude, wo gepaukt, gefeiert und diskutiert wird. Niemals verliert ein Normanne das Gefühl der Zugehörigkeit, denn das Corps Normannia ist eine kameradschaftliche Verbindung, die Freundschaften ffir das ganze Leben schafft.

Die Mensur

Das Fachstudentische Corps Normannia zählt sich zu den waffentragenden bzw. schlagenden Verbindungen. Diese Bezeichnungen stammen aus einer Zeit, als die Studenten ihre Wehrhaftigkeit zeigend noch Waffen trugen und sich im Duell forderten. Heute hat sich davon nur mehr die Mensur als Ausdruck der Wehrhaftigkeit erhalten.

Jedes Mitglied der Normannia muß mindestens einmal eine Mensur geschlagen haben um als Vollmitglied (Bursch) gelten zu können. Die Mensur dient neben dem Fuchsenunterricht als Erziehungsmittel, durch welches der Corpsbruder sich zu beherrschen lernt. Auf der Mensur wird nämlich nicht mit dem Säbel wild aufeinander eingeschlagen. Vielmehr wird nach genau festgelegten Regeln gefochten. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Fechthieben, die erlaubt sind. Des weiteren darf nur in einem genau abgegrenzten auf dem Boden mit Kreide gekennzeichneten Bereich gefochten werden. Daher auch die Bezeichnung Mensur das Maß.

Im Gegensatz zu Verbindungen aufden Universitäten wird in den Mittelschulverbindungen nicht mit scharfer Klinge auf den Kopf, sondern mit stumpfem Säbel auf den freien Oberkörper gekämpft. Wer eine der Regeln verletzt, wird gemahnt, gerüffelt oder in schwerwiegenden Fällen vom Mensurboden verwiesen. Daß eine Mensur anständig und ehrlich ausgefochten wird, dafür sorgen der Unparteiische, der Kampfrichter und die beiden Sekundanten als Kontrollorgane.

Von unseren Gegnern werden wir häufig wegen der Mensur der »Selbstverstümmelung« bezichtigt. Dieser Vorwurf muß als lächerlich zurückgewiesen werden, da sich erstens keiner der Paukanten selbst verletzt und sich zweitens kaum Verletzungen ergeben, die über Kratzer oder blaue Flecken hinausgehen. Gröbere Verletzungen werden dadurch verhindert, daß einerseits mit stumpfem Säbel gefochten wird und viele Schutzvorrichtungen wie »Stierschädel« (Kopfschutz), Lederhandschuhe, Ellbogenschutz und Lendenschutz verwendet werden. Weiters kann sich der Paukant selbst schützen, indem er sich am Fechtunterricht rege beteiligt und zum guten Fechter ausbilden läßt. Dazu gehören natürlich Einsatz und Selbstbeherrschung. Dies soll auch der Zweck der Mensur sein, da Einsatz und Selbstbeherrschung im ganzen Leben verlangt werden und erst einmal gelernt werden müssen.

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